Ibiza im Frühling

Beim Planen der Frühlingsferien war für uns klar, nach den kalten Wintermonaten sollte es etwas Wärme sein, auf welche wir uns freuen können. So feine 20 Grad, Sonnenschein und leichte Meeresbrise…

Ibiza entsprach so ganz unseren Vorstellungen. Noch keine Hitzetage, türkisfarbiges Wasser, wenig Besucher auf der Insel, angenehmes Frühlingsklima…. und, da waren wir noch nie…

….wir wollten auf Entdeckungsreise gehen. Menschenleere Strände, keine überfüllten Strassen, Nächte welche kühl sind zum gut schlafen…

… ohhh die kühlen Nächte hatten wir, und wie 😂… zu Hause beim Packen haben wir auf dem Wetterradar gesehen, o.k. Regen & kühl, auf der Insel angekommen war es Regen, kalt und soooo stürmisch… definitiv hatte ich, trotz den wärmeren Kleidern, zu wenig ganz Warmes dabei… was hätte ich für einen dicken Strickpullover alles gegeben. Aber selbst die Geschäfter sind auf Sommer eingestellt, nirgends gab es dicke Pullover zu kaufen …

Bei der Buchung der Ferien habe ich einen kleinen Fiat oder Mini gebucht, Cabrio!, na wir sind ja auf Ibiza, da wollen wir das Frühlings-oben-ohne-Gefühl mal so richtig geniessen… hmmm… bei unserer Ankunft, dicker Nebel und Nieselregen, Sturmböen und kalt. Perfektes Cabriowetter.

Gesucht habe ich eigentlich so ein schnuggeliges weisses Ibiza Finca Hotel. klein&fein, leider habe ich aber für ende April nichts in der Art gefunden, die meisten tollen kleinen Finca-Hotels sind erst ab mitte Mai offen. Somit sind wir in einem Strandhotel gelandet, im Catalonia Royal in Santa Eulària. Da hat uns die liebe Andrea an der Rezeption mit einem liebevollen lächeln spät Abends begrüsst und uns ein traumhaftes Zimmer im 4. Stock gegeben… woaaahhhhh was für ein Zimmer! Und vom Bett, der Blick durch das Glasgeländer direkt aufs Meer. Ja das war ein Highlight

  1. Nacht in IBIZA… leichte Leinentücher auf dem Bett, Klimaanlage und ich halb durchgefroren. Jetzt hab ich mir doch extra vor den Ferien noch so ein leichtes blau-weisses Pyjama gekauft und wäre nunfroh um einen dicken flauschigen Jogginganzug gewesen. Zum Glück lagen im Schrank Wolldecken, diese wurden sofort über die Leinenlaken montiert. Am Morgen leicht mit hängenden Ohren zum Frühstück… ja was tun wir den jetzt auf der Insel bei dem Wetter? Santa Gertrudis wurde uns empfohlen, so quetschten wir uns in den Mini und ab „zum Trudi“. Das kleine Dörflein war wie ausgestorben, die Insulaner mögen wohl auch keinen Regen. Aber die kleinen Boutiquen, welche wir da entdeckt haben, entschädigen für jeden Tropfen Wasser vom Himmel. Ohhhh Leinenkleider, Schuhe… mhhhh da muss was mit nach Hause… Geschirr, Schmuck, Boho Accessoires, Möbel, Amphoren… huiiii es gibt so einiges zu sehen💕

Der Rest des Tages kurz zusammen gefasst, grau, nass , kalt… genau so stellt man sich Ibiza vor.

Nach äm Räge schiint d‘Sunne… Juhuiiii… Ibiza Stadt will erkundet werden. Zum Glück sind wir Frühaufsteher und waren in Ibiza vor dem grossen Ansturm. Wir haben die Gässlein genossen, in die bunten Läden geschaut, gestaunt ab diesem und jenem, über die Wehrbrücke der Altstadt geschaut… und dann hats BUMM gemacht… Gäste von einem riesen Kreuzfahrtschiff haben die Stadt wie eine Welle überrollt…. aus dem Nichts wimmelte es nur noch von Köpfen… nichts für uns, sofort raus aus der Stadt….

Gemütlich, ohne Navi.. kleine Nebensträsslein suchend, sind wir dann am Nachmittag auf der Insel rumgefahren. Haben das Wetter genossen und uns von den ersten Buchten verzaubern lassen….

Der Hippy Markt… teilt die Meinungen. Wir waren am Mittwochs Markt in Punta Arabi. Amüsant und wer früh dort ist, hat den Überblick, freie Gässli und kann sich das in aller Ruhe anschauen, schmunzeln und puuuhhh… eine Nase voll Gras nehmen 😂🤭🚬

…und dann haben wir Dank Astrid… unseren So-hab-ich-mir-das-in-Ibiza-am-Strand-vorgestellt STRAND gefunden. Ibiza=chillen

Für meine Ibiza Ferien hab ich mir, unter anderem, vorgenommen:

  • Füsse ins Wasser halten, egal wie kalt

  • einen chilligen Ibiza Strand finden wie auf den Fotos

Tags darauf, wieder losgedüst in die Salinen Gegend, cala blanca, in die Buchten von Sant Josep, ses sabines, cala d‘hort… das Wetter garstig und stürmisch und somit hatten wir die Buchten alle für uns alleine.

Das war Yoga für die Sinne, dieses Pfeifen des Windes, donnernde und schäumende Wasser, riesigen Wellen… wild, unheimlich und respetkeinflössend, dieses tosende Wasser. . Man konnte sich kaum vorstellen, dass es hier bei gutem Wetter türkisblau und topfeben ist, ruhig und einladend zum Baden.

Ich habe Angst vor dem Wasser und einmal mehr hat es mich innerlich extrem aufgewühlt, diese schäumenden lauten ächzenden Wellen. Ich bin immer hin und her gerissen am Wasser, zwischen Faszination und magischem anziehen, wenn ich das Gefühl habe die Wellen reden mit mir… bis hin, weit wegrennen zu wollen… ich habe noch keine Antwort gefunden, was das ist, diese Beziehung Wasser zu mir… da muss es eine Geschichte geben, welche wohl irgendwann mal aufgearbeitet werfen muss…

Verliebt habe ich mich definitiv in diese alte Fischerbucht… dieses alte Holz, der Wind ächzte durch die Strohdächer, die Wellen klatschten hoch… und niemand da… ganz alleine für uns hatten wir diese kleine Ecke Ibiza. Augen schliessen und man fühlt sich wie in einem Roman… er spielt um die 50er Jahre, vor der Hippyzeit, die knochenharte Arbeit bei jedem Wetter der Fischer… alte Holzboote, keine Motoren, Gps & Radar. Sonnengegerbte Haut der Fischer, Hände die Geschichten erzählen und Netze flicken… ich kann sie sehen, diese Bilder… und fühlen, die guten Fischertage, die schlechten und die heranziehenden Stürme…

für mich ein magischer Ort

Der grosse Gegensatz dazu dann am Abend… die top moderne MARINA von Santa Eularia … da liegen die Jachten und Schiffe gross, grösser und auch klein… auch faszinierend, auch schön… aber wenn ich die Augen schliesse… kommen keine Bilder & Geschichten, Gesichter und Momente…. somit lasse ich mich am Abend im Bett wieder in die alte Fischerbucht entgleiten und träume meine Geschichten weiter…